Brandschutzbegehung

Die Pflicht des betrieblichen Brandschutzes, die das Management einer Firma an eine geeignete Person im Unternehmen übergibt, ist damit verbunden, dafür Sorge zu tragen, regelmäßige Brandschutzbegehungen durchzuführen. Der Brandschutzbeauftragter/die Brandschutzbeauftragte kann entweder in der Verantwortungsübertragung selbst dafür zuständig sein oder einen Brandschutzbeauftragten damit beauftragen.

Was ist Brandschutz?

Unter Brandschutz versteht man alle Schritte, die der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes vorbeugen und somit die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglichen.

Der Schutz vor Bränden ist vielschichtig und findet sich deshalb in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Erfahren Sie hier mehr.

Daher finden sich zum Beispiel in Deutschland eine Vielzahl an Brandschutzanforderungen in Rechtsvorschriften. Dazu gehören zum Beispiel die Feuerwehrgesetze und Bauordnungen der sechzehn Bundesländer, sowie zahlreichen, weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien. In Bezug darauf unterscheidet man zwischen dem vorbeugenden und dem abwehrenden Schutz.

Als Fachkraft für Arbeitssicherheit berate ich Sie allumfassend im Bereich des Arbeitsschutz, Brandschutz und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit und Brandschutz sind die elementaren Betrachtungsfelder wenn es um den Komplexen Arbeitsschutz geht.

Was ist der Unterschied zwischen abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz?

  • Abwehrend: Von abwehrendem Schutz spricht man, wenn es brennt. Hierzu gehören vorallem die Schritte der Feuerwehr. Zusätzlich gehört zum Löschen eines Brandes das Verringern der Begleitschäden, die ein Vielfaches des Primärschadens ausmachen können.
  • Vorbeugend: Der vorbeugende Schutz hingegen beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, um einen Brand im Vorfeld zu vermeiden. Der Ausbruch eines Brandes, aber auch ein hoher Brandschaden sollen durch das Vorbeugen verhindert werden.

Was ist eine Brandschutzbegehung?

Dem Schutz in Betrieben muss große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Denn es geht dabei um Schritte, die das Leben der Angestellten schützen und dem Erhalt von Sachwerten dienen.

Der deutsche Gesetzgeber hat den Schutz vor Bränden daher in seinem Arbeitsschutzgesetz 2018 verankert. Hier ist in Paragraph 10 festgelegt, dass das Unternehmen sämtliche Vorkehrungen zu treffen hat, die die Brandbekämpfung und Evakuierung der Angestellten gewährleisten. Mit der Organisation und Überwachung dieser Schritte ist eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu beauftragen, die in jeder Firma zu beschäftigen ist. Alle zu treffenden Vorkehrungen sind entsprechend auf die Größe des Unternehmens, auf die eingesetzten Maschinen und Geräte und auf die genutzten Materialien abzustimmen. Dazu dienen zusätzlich auch die vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen der einzelnen Fachabteilungen.

Ausbildung und betriebliche Weiterbildung in den Bereichen der Arbeitssicherheit und des Brandschutzes

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Arbeitssicherheit und Brandschutz sind die elementaren Betrachtungsfelder wenn es um den Komplexen Arbeitsschutz geht.

Brandschutzbegehungen in Unternehmen

Grundlage der Brandschutzbegehung ist der Arbeitsschutzgesetz, nach dessen § 10 Vorkehrungen zur Gewährleistung von Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten und sonstiger in der Firma anwesender Personen zu treffen sind.

Die getroffenen Schritte müssen entsprechend die Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie die Anzahl der Beschäftigten berücksichtigen.

Wesentliche Aufgabe ist es daher, im Notfall die erforderlichen Verbindungen zu außerbetrieblichen Stellen, insbesondere in den Bereichen der Bergung, der medizinischen Notversorgung und der Brandbekämpfung, zu haben und die entsprechenden Abläufe schnellstmöglich in Gang setzen zu können.

Checkliste für einen Kontrollgang

Zu den Verpflichtungen eines Unternehmers gehört die Vorkehrung und Gewährleistung von Brandbekämpfung und Evakuierung. Es ist zudem seine Pflicht geeignete Personen für den betrieblichen Schutz zu beauftragen. Dazu gehört ebensfalls die regelmäßige Überprüfung in Form von Begehungen zu seinen Pflichten. Daher sollten dabei folgende Punkte überprüft werden:

  • Vorhandensein und Funktionsfähigkeit der Brandbekämpfungseinrichtungen:

    Überall dort, wo es ein Hinweisschild auf einen Feuerlöscher gibt, sollte dementsprechend auch ein solcher zu finden sein. Diese dürfen nicht für andere Zwecke missbraucht werden und sollten mit aktuellem Prüfdatum versehen sein.
    Wandhydranten sollten im Rahmen einer Wartung verplombt werden, denn dann muss im Regelfall nur die Plombe bei einer Begehung geprüft werden.

  • Funktionsfähigkeit der Brandschutzabschlüsse:

    Anhand eines Fragenkataloges lässt sich entsprechend leicht feststellen, ob die jeweiligen Türen in Ordnung sind. Um die Funktionsfähigkeit zu prüfen, sollte geprüft werden, ob das Türblatt unversehrt ist. Zudem bedarf es einer Überprüfung, ob die Dichtungen ordentlich sitzen und funktionsfähig sind, ob der Türstock bündig ist und ob sich die Tür problemlos öffnen und schließen lässt.

  • Kennzeichnung und Sicherheitsbeleuchtung:

    Die Fluchtwegbeleuchtung muss auch bei Beleuchtungsausfall noch zu erkennen sein. Neben der Sicherheitsbeleuchtung können noch zwei weitere Verfahren angewandt werden.
    Zum einen die Fluchtwegkennzeichnung mit beleuchteten Piktogrammen ausstatten und zum anderen, wenn die Firma mit nachleuchtenden Piktogrammen ausgestattet ist, muss sichergestellt werden, dass die vom Hersteller vorgegebenen Aufladezeiten eingehalten werden. In der Regel müssen Piktogramme täglich mindestens zwei Stunden durch die eingeschaltete Raumbeleuchtung oder natürliches Licht aufgeladen werden.

  • Gangbarkeit und Sicherheit der Fluchtwege:

    Dies bedeutet, dass die Breite und die Beschaffenheit den Anforderungen nach der Bauordnung entsprechen müssen. Ebenso dürfen keine leicht brenn- bzw. entflammbaren Gegenstände in den Fluren gelagert werden. Türen und Tore sollen leitgängig und nicht auf- bzw. zugekeilt sein und Brandschutztüren müssen ihre Funktion entsprechend erfüllen können.

  • Zugänglichkeit von Alarmierungseinrichtungen und Notabschaltungen zu Brandschutzzwecken:

    Die Taster für Handdrückknopfmelder zur Alarmierung der Feuerwehr, Notabschaltungstaster für Lüftungsanalgen und Handauslösetasten für Löschanlagen müssen jederzeit sofort zu erkennen und ohne Hindernisse zu betätigen sein. Auch hier müssen Hinweisschilder installiert werden, da sie vor allem in großen Betrieben sonst gar nicht auffallen.

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Arbeitssicherheit und Brandschutz sind die elementaren Betrachtungsfelder wenn es um den Komplexen Arbeitsschutz geht.

Häufigkeit und Kontrolle der Brandschutzbegehung

Koordinieren Sie Ihre Begehungstermine entsprechend mit den Begehungen, die Sie, die Sicherheitsbeauftragten und Brandschutzhelfer in ihren kleinen Zuständigkeitsbereichen machen lassen. Dadurch werden Begehungen im Abstand von maximal zwei Tagen erreicht. In Bereichen der Firma, in denen Umbauarbeiten vor sich gehen, sollten Sie bei Heißarbeiten zudem möglichst einmal arbeitstäglich einen Kontrollgang durchführen. Wenn es in der Firma zusätzlich Wärmebildkameras gibt, sollten diese zur Kontrolle nach Abschluss der Arbeiten eingesetzt werden.

Wann braucht man einen Flucht – und Rettungsplan?

Sofern Lage, Ausdehnung und Art der Benutzung der Arbeitsstätte es entsprechend erfordern, ist ein Flucht- und Rettungsplan anzufertigen.

Lage: Ihre Firma befindet sich beispielsweise in unmittelbarer Nähe explosions- oder brandgefährdeter Anlagen.

Ausdehnung: großflächige Arbeitsstätten und überdies haben sie unübersichtliche Geschosse wie z. B. Werkhallen.

Art der Benutzung: Insbesondere Ihre Angestellten sind z. B. Maschinenhallen einer besonderen Gefährdung wie etwa Gefahrstoffen ausgesetzt.

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Tipps für eine Brandbegehung

  • Besichtigen Sie ihr Gebäude immer von oben nach unten, damit Ihre Notizen immer die gleiche Laufrichtung haben.
  • Führen Sie Gespräche: Bleiben Sie insbesondere in Verbindung mit dem Werksschutz, den Sicherheitsbeauftragten und den Bereichsverantwortlichen darüber, welche Beobachtungen sie gemacht haben.
  • Achten Sie auf neue Gesichter: Stellen Sie sich neuen Mitarbeitern vor und erklären gleichfalls Ihr Aufgabengebiet
  • Sehen Sie das Objekt immer so an, als wenn Sie zum ersten Mal eine Bestandsaufnahme aus brandschutztechnischer Sicht machen
  • Wenn die Feuerschutzabschlüsse per Handschalter auslösen/ zufallen können, ohne eine Protektion zu durchbrechen, tun Sie das.
  • Achten Sie zudem nebenbei auch auf die in der Firma gesprochenen Sprachen. Sollten Sie feststellen, dass das Deutsch eines Mitarbeiters sehr schlecht ist, prüfen Sie entsprechend, zur Not mithilfe eines Dolmetschers, ob die Person das richtige Verhalten im Betrieb kennen
  • Sprechen Sie gelegentlich Ihre Brandschutzhelfer an, um sich ein Bild des Kenntnisstands zu machen, und fragen Sie, was sie in gewissen Situationen tun würden.
  • Gehen Sie weiterhin nicht davon aus, dass ein Fluchtweg einschließlich aller Türen und Tore im Verlauf begehbar sind. Prüfen Sie es deshalb jedes Mal erneut.

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Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist die optimale Grundlage für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen. Die Gefährdungsbeurteilung ist gesetzlich gefordert und soll Sie bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen unterstützen. Wir erstellen eine durchweg rechtssichere Gefährdungsbeurteilung für Sie.

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Schulung

Ein weiterer wichtiger Teil der betrieblichen Arbeitssicherheit ist die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter im Betrieb wie auch die gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen aller Beschäftigten. Wir bilden Ihre Mitarbeiter in folgenden Bereichen aus:

  • Arbeitssicherheit
  • Brandschutz
  • SCC Dok. 016, 017, 018
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Prüfung von Betriebsmitteln

Der Gesetzgeber fordert in Betrieben die Prüfung von Betriebsmittel wie Maschinen, Leitern, elektrische Anlagen und vielen mehr. Wir bieten Ihnen die Prüfung von Betriebsmittel in folgenden Bereichen an:

  • Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel gem. VDE 0701-0702 (BGV A 3)
  • Prüfung von Leitern und Tritten
  • Prüfung von Regalen

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